Planung und Finanzierung

Die Wasserstadt ist das größte stadtentwicklungspolitische Vorhaben in Bergkamen, dem Kreis Unna und eines der größten in der Metropole Ruhr. Die Planung setzt auf interessante Wassertouristik- und Freizeitangebote und auf eine Kombination von Wohnen, Arbeiten und Erholen. Unter dem Motto „Wasser in die Stadt“ ist parallel zur Wasserstraße ein neuer See – der Adensee – konzipiert. Der Adensee wird das Herzstück der Wasserstadt Aden. Die Wasserstadt Aden wird vom Land NRW mit rund 10 Mio. Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm bezuschusst.

 

Rechtliche Grundlagen

Das Projektteam aus Stadt Bergkamen und DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG) arbeitet aktuell gemeinsam daran, die rechtlichen Grundlagen für die Realisierung der Wasserstadt Aden zu schaffen. Die Planungen für die Herstellung des Adensees und die Bodensanierung innerhalb des Plangebietes sind abgeschlossen und wurden seitens des  Kreises Unna und der Bezirksregierung Arnsberg Ende 2015/ Anfang 2016 genehmigt. Zurzeit werden letzte Auflagen und Nebenbestimmungen erfüllt und die Umsetzung dieser Planungen vorbereitet.
Darüber hinaus führt die Stadt Bergkamen das Verfahren zum Bebauungsplan Nr. OA 120 „Wasserstadt Aden“ durch. Der Bebauungsplan basiert auf den Inhalten des parallel aufgestellten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und soll die baurechtlichen Voraussetzungen für eine Realisierung der geplanten Bebauung auf der Fläche schaffen. Im Juli/ August 2016 wurde die öffentliche Auslegung der Planunterlagen des Bebauungsplans durchgeführt und damit den Trägern öffentlicher Belange sowie den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, Anregungen und Bedenken zu den Planungen zu äußern. Momentan werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und deren Inhalte gegenüber den Planungen abgewogen. Im Falle einer Berücksichtigung der vorgebrachten Anregungen und Bedenken, werden die Planunterlagen zum Bebauungsplan Nr. OA 120 entsprechend überarbeitet und erneut öffentlich ausgelegt. Die letztendliche Rechtskraft des Planes erfolgt mit Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses im Rat der Stadt Bergkamen und wird für das Frühjahr 2017 angestrebt.

 

Baureifmachung

Für die hochwertige Folgenutzung des ehemaligen Zechengeländes erfolgt ein intelligentes Bodenmanagement. Hierbei werden über 1 Mio. Kubikmeter Erdreich bewegt, verdichtet und neu geformt. Dadurch entsteht der Adensee, der über seine direkte Verbindung zum Datteln-Hamm-Kanal mit Wasser gespeist wird.

 

Von der Idee zur Wirklichkeit

Das Projekt Wohnen am und im Wasser unter der Dachmarke der Wasserstadt spricht neue Zielgruppen an. Es wird eine Marke erschlossen, die es so in Bergkamen noch nicht gibt. Voraussetzungen für den Erfolg werden vor allem die Imagebildung für Bergkamen als attraktiver Wohn- und Lebensstandort sowie eine Image- und Marketingkampagne sein. Es wird ein breites Spektrum an Wohnformen mit unterschiedlichen Grundstücksgrößen angeboten. D. h. sowohl für den Bootsbesitzer, der einen eigenen Steg haben möchte, als auch für den Freiberufler, der Wohnen und Arbeiten in einem Objekt unterbringen möchte, werden entsprechende Grundstücksangebote vorhanden sein. Entsprechend richtet sich die Vermarktung sowohl an Investoren und Bauträger als auch an private Einzelbauherren. Für die erste Zielgruppe wird frühzeitig ein Architekten- und Investorenwettbewerb für eine noch festzulegende Teilfläche durchgeführt. Der offizielle Verkaufsstart wird mit einer entsprechenden Veranstaltung auf dem Gelände inszeniert.

Der Maßnahme liegt bisher folgendes Kostengerüst zugrunde:

  • Gesamtkosten rund 41 Mio. Euro
  • Erlöse rund 26 Mio. Euro
  • Förderung rund 10,5 Mio. Euro
  • Eigenanteil Stadt Bergkamen rund 4,5 Mio. Euro

Für die Maßnahme ist eine Projektlaufzeit inklusive Vermarktung der Grundstücke bis ca. 2026 kalkuliert.