Begleitung des Bodenaufbaus durch Erschütterungsmessungen

Um die notwendige Festigkeit des Baugrunds zu erreichen, muss der Boden verdichtet werden. In der Regel erfolgt dies dynamisch – d.h., durch eine Kombination von Gewicht und Vibration – mit Walzenzügen. In Teilbereichen ist auch eine Impulsverdichtung mittels Fallplatte vorgesehen, bei der ein Gewicht von einem Seilbagger aus einer bestimmten Höhe fallen gelassen wird.

Durch diese Verdichtungsarten entstehen Erschütterungen, die sich in einem gewissen Radius ausbreiten und Auswirkungen auf Gebäude und Menschen in Gebäuden haben können. Der Ausbreitungsradius wird anhand geologischer Daten und aus Erfahrungen durch Probefeldmessungen abgeleitet; die Intensität der Erschütterungen nimmt in der Regel mit steigender Entfernung ab. Diese Erschütterungen werden durch eine Fachfirma mit speziellen Messgeräten überwacht und kontrolliert, die an Gebäuden in der Nähe des Ausführungsortes der Arbeiten installiert sind.

Falls die Messungen die Grenzwerte erreichen , wären die Arbeiten so umzustellen, dass der Standard eingehalten werden kann. Dies könnte z.B. durch Umstellung auf den Einsatz von leichten Walzenzügen oder auf rein statische Verdichtung ohne Vibration erfolgen.

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