Bodenverdichtung durch Fallplatte

Im Bereich des künftigen Adensees und der Gracht wird der Boden für die anschließende Bebauung vorbereitet. Hierzu wird der Boden mit Hilfe von großen Gewichten, die von Fachleuten als Fallplatten bezeichnet werden, verdichtet. Dies ist notwendig, da auf der Baufläche im Verlauf der letzten 70 Jahren viele verschiedene Bodenarten abgeladen wurden und das Bodenniveau dadurch um mehrere Meter angehoben wurde. Hierdurch wird sichergestellt, dass der zukünftige Baugrund später stabil ist und es zu keinen Setzungen kommt.

Bei der Fallplattenverdichtung wird eine bis zu 20 Tonnen schwere Stahlplatte als Gewicht genutzt. Diese wird mit Hilfe eines Seilbaggers aus einer Hohe von bis zu 20 m fallengelassen. Die dadurch bewirkten Bodenveränderungen werden mit Hilfe von Messgeräten nachvollzogen.

Die Fallvorgänge werden oft wiederholt bis die nötige Bodenverdichtung nachgewiesen werden kann. Krater die im Zuge der Verdichtungsmaßnahmen entstehen werden mit Bodenmaterial aufgefüllt. Danach wir das Bodenniveau mit Hilfe von großen Walzenfahrzeugen angeglichen.

Diese Arbeiten erfordern hohe Sicherheitsauflagen. Es muss darauf geachtet werden, dass weder vorhandene Leitungssysteme noch bauliche Anlagen wie die angrenzenden Gebäude oder der Hamm-Datteln-Kanal beschädigt werden. Zudem wird durch unterschiedliche Maßnahmen der ökologischen Bauüberwachung sichergestellt, dass auch die Tierwelt keinen Schaden nimmt.

Der geringste Abstand zur benachbarten Wohnbebauung beträgt rd. 100 m. Um nachteilige Auswirkungen auf Anrainer zu vermeiden werden die Arbeiten durch Erschütterungsmessungen begleitet um sicherzustellen, dass alle bestehenden Grenzwerte eingehalten werden.

Die Fallplattenverdichtung wird im Mai 2020 beginnen.

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