Neue Nistmöglichkeiten für den Turmfalken

Bei der fortschreitenden Realisierung der Wasserstadt Aden spielt auch der Artenschutz eine wichtige Rolle. Hierzu wurde im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. OA 120 „Wasserstadt Aden“ eine Artenschutzuntersuchung durch das Büro Landschaft planen + bauen erarbeitet und alle planungsrelevanten Tierarten auf der ehemaligen Fläche der Zeche Haus Aden wurden dokumentiert. Gleichzeitig wurden für alle von den Planungen betroffenen Tierarten entsprechende Ausgleichsmaßnahmen festgelegt.

Eine dieser Tierarten ist der Turmfalke, dem als Ausgleichsmaßnahme nun drei neue Nisthilfen in der Nähe der Wasserstadt Aden zur Verfügung gestellt werden. Aktuell bieten zwar das Fördergerüst des Schachtes Haus Aden 2 und die umliegenden Betriebsgebäude noch Nistmöglichkeiten für den Turmfalken, diese unterliegen durch die Bauarbeiten aber einer entsprechenden Störung. Der Turmfalke ist grundsätzlich sehr tolerant gegenüber Störungen durch den Menschen, die Baustelle der Wasserstadt Aden würde jedoch eine zu extreme Beeinträchtigung darstellen. Somit werden nun alternative Nistangebote außerhalb des ehemaligen Zechengeländes geschaffen.

Die Standorte der neuen Nisthilfen befinden sich im Bereich landwirtschaftlicher Flächen südlich und südöstlich der Waldstraße sowie auf einer Wiese südlich der Bebauung an der Rotherbachstraße. In den dortigen Offenlandstrukturen findet der Turmfalke ein entsprechendes Nahrungsangebot. Die speziellen Nistkästen wurden in 7,0 m Höhe auf Holzpfählen montiert und für einen optimalen Anflug der neuen Bewohner ausgerichtet. Darüber hinaus ist geplant, nach Abschluss der Bodenarbeiten in der Wasserstadt Aden noch zwei weitere Nisthilfen möglichst auf dem Gelände selbst zu errichten. Hierfür bietet sich z.B. der im Westen der Fläche geplante Adenpark an.

Top